Bradesco, die zweitgrößte Bank Brasiliens nach Vermögenswerten, hat das dritte Quartal 2015 leicht über den Markterwartungen abgeschlossen. Grund sind höhere Erträge aus Zinsen und Gebühren gegenüber gesunkenen Aufwendungen für Kredite und Risikovorsorge, die aufgrund der anhaltenden Rezession gestiegen waren.

 

Der Nettogewinn erhöhte sich um 6,3% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr auf 4,12 Mrd. R$. Bereinigt um Einmaleffekte beliefen sich die Erträge auf 4,533 Mrd. R$. Das entspricht einer Steigerung um 14,8% zu 2014 zuvor. Die durchschnittliche Prognose von Analysten lag bei 4,437 Mrd. R$.

Trotz der anhaltend schwachen Entwicklung des Marktes für Finanzierungen stieg das verwaltete Kreditvolumen auf rund 474 Mrd. R$ an, 6,8% im Vergleich zum Vorjahr. Die Erhöhung der Kreditlinie war auch bedingt durch den gestiegenen Dollarkurs bei Darlehen ausländische Geschäftsbetriebe, die in US$ ausgereicht wurden.

Die Einnahmen aus Gebühren und Dienstleistungen wie Girokonten und Kreditkarten entwickeln sich positiv mit einem Anstieg von 13,1% im Jahresvergleich auf insgesamt 6,38 Mrd. R$. Dem gegenüber standen Ausgaben für Rückstellung für Verluste und Risikovorsorge im dritten Quartal von 3,852 Mrd. R$.

Der Versicherungsbereich konnte den Nettogewinn um 24,5% gegenüber dem Vorjahr erhöhen.

Verwaltungs- und Personalaufwendungen betrugen insgesamt 7,997 Mrd. R$ im dritten Quartal und erhöhten sich um 11,2% im Jahresvergleich, was über dem Zielwert von 5 bis 7% für das Gesamtjahr lag.

Die annualisierte Eigenkapitalrendite auf Jahresbasis beträgt 21,2% und ist damit um 0,7 Prozentpunkte niedriger als im Vorquartal, jedoch 0,8 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor.

 

Quelle Text: UOL Carros | Quelle Foto: BrasilToday