Der Verwaltungsrat des Ölkonzerns Petrobras, zugleich das größte Unternehmen Brasiliens, hat nach Überprüfung der internen Verwaltung beschlossen, sich von einem Teil seiner Führungskräfte zu trennen. Aufgrund der Verfassung des Ölmarktes und der besonderen Situation in der sich Petrobras befindet, besteht die Notwendigkeit zur Verschlankung der Struktur und der Konzentration auf Rentabilität, so die offizielle Wortwahl in einer Pressemitteilung, die heute verbreitet wurde.

 

Die Veränderung der Organisationsstruktur, die 30% des mittleren Managements entbehrlich macht, wird durch stärkere Kontrolle von Prozessen und Erhöhung der Verantwortlichkeiten auf unteren Entscheidungsebenen erreicht.

Die Umstrukturierung bedingt auch das Zusammenlegen und Zentralisieren von Aktivitäten und die stärke Messung von Führungskräften an Erfolgen und Ergebnissen.

Durch die Reduktion des Personals erhofft sich Petrobras Kosteneinsparungen von 1,8 Mrd. R$ pro Jahr. Der Stellenabbau erfolgt ausschließlich in nicht operativen Einheiten mit Verwaltungsaufgaben. In diesem Bereich sind aktuell 5.300 Menschen beschäftigt. Insgesamt umfasst das Mittelmanagement 7.500 Angestellte.

Gleichzeitig wurde die Gründung von 6 internen Beratergruppen beschlossen, die sich mit Blick auf Technologie um Analyses und Weiterentwicklung der Organisation kümmern sollen.

Durch die neue Struktur wurde auch die Zahl der Direktoren von 13 auf 6 reduziert, vor allem durch Zusammenlegen von Bereichsverantwortungen.

Die Petrobras Aktie stieg heute leicht an, vor allem wird dies aber auf den steigenden Ölpreis zurückgeführt.

 

Quelle Text: Valor | Quelle Foto: BrasilToday

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