Die Justizbehörden haben Vermögenswerte von Vale und BHP. Die Unternehmen müssen innerhalb eines Monats 2 Mrd. R$ bei Gericht hinterlegen, um die Sperre aufzuheben. Gleichzeitig müssen sie innerhalb von 30 Tagen einen Plan zur Beseitigung der Umweltschäden vorlegen.

 

Angeordnet hat die Sperre das Bundesgericht, was sich mit der Aufarbeitung der Umweltkatastrophe, die der Dammbruch eines Rückhaltebeckens ausgelöst hat. Das für den Betrieb zuständige Unternehmen Samarco gehört zu gleichen Teilen dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale und der australischen BHP Gruppe.
Die Entscheidung geht zurück auf Klagen der Bundeststaaten Minas Gerais und Espirito Santo, deren Bestreben eine schnelle und umfassende Beseitigung der Schäden ist.

Mit den geforderten 2 Mrd. R$ sollen die Schäden, die durch die Umweltkatastrophe entstanden sind, ausgeglichen werden. Der Dammbruch geschah bereits am 5. November diesen Jahres. Die Schlammlawine tötete mehrere Menschen, die teilweise immer noch als vermisst gelten sowie kontaminierte den Fluss Rio Doce und verunreinigte das Meer an der Küste von des Bundesstaates Espirito Santo.

Samarco hat 10 Tage Zeit zu beweisen, dass es für den Dammbruch nicht verantwortlich ist. Außerdem wurde das Unternehmen verpflichtet innerhalb von 30 Tagen einen Dekontaniminationsplan für den Fluss Rio Doce vorzulegen. Sollte Samarco die geforderten 2 Mrd. R$ nicht bei Gericht hinterlegen, erhöht sich das Strafmaß um 1,5 Mio. R$ pro Tag.

Der Generalstaatsanwalt von Espirito Santa, Rodrigo Rabello sagte dazu:“Dies Maßnahme ist notwendig, um die Folgen der Umweltkatastrophe abzumildern. Man muss aber auch in die Zukunft denken. Sobald der Plan für die Beseitigung der Umweltschäden vorliegt, muss man schauen, inwieweit, die bereits veranschlagten Finanzmittel ausreichen werden“.

Tatsächlich ist das Ausmaß der Schäden noch nicht genau zu beziffern. Ursprüngliche Schätzungen gehen von bis zu 20 Mrd. R$ aus, die die Regierung bereits als Strafzahlung angedroht hatte. Dagegen gehen andere Experten davon aus, dass die Selbstreinigungskräfte der Natur innerhalb weniger Monate den Fluss Rio Doce vollständig dekontaminieren werden und die Schadstoffbelastung der Küstengebiete in Espirito Santo gering bleibt.

Die Verwendung der bisher gezahlten Geldbeträge muss genau überwacht werden. Fast eineinhalb Monate nach der Katastrophe ist der Fluss Rio Doce noch immer von Schlammmassen durchzogen, die Schmutzfahne reicht nach wie vor weit in den Atlantik. Gleichzeitig müssen die betroffenen Unternehmen Samarco, Vale und BHP ihrerseits den Schaden bewerten lassen. Vor allem geht es um das Fischsterben und die Kontamination des Flusses Rio Doce. Beide Unternehmen haben sich bisher nicht zu dem Vorgang geäußert.

 

Quelle Text: GloboNews | Quelle Foto: BrasilToday