In drei Städten Brasiliens, Rio de Janeiro, São Paulo und Belo Horizonte haben Taxifahrer am Mittwoch morgen gegen den umstrittenen Fahrdienstvermittler UBER protestiert. Die Taxifahrer fordern eine strenge Überwachung der Einhaltung von Gesetzen für die ihrer Ansicht nach illegalen Fahrten und ein zusätzliche Regelungen, die ein ausschliessliches Angebot von Taxifahrten via App verbieten.

 

Wie in fast allen Städten trifft Uber auf starken Widerstand der Taxilobby, die um ihrer Einnahmen und sinkende Fahrpreise fürchten. Nach bereits mehrfach standgefundenen Protesten hatte jedoch die Stadtverwaltung in Rio de Janeiro die Uber-App im Oktober frei gegeben. In São Paulo wurde die Kategorie „Black Cap“ geschaffen und neue Regeln definiert, nach denen Uber seinen Dienst ebenfalls anbieten kann. Gleichzeitig wurde ein Gesetz verabschiedet, was das Nutzen von Privatpkw zur Personenbeförderung per App gegen Bezahlung untersagt. Aus Sicht der Taxifahrer reicht die Zahl der Kontrollen jedoch nicht aus, um dieses Gesetz wirksam durchzusetzen.

Taxiproteste in São Paulo

Taxiproteste in São Paulo

In Rio beteiligten sich etwas 100 Taxifahrer an dem Protest, unter anderem auf der Avenida Atlantica an der Copacabana. In São Paulo nahmen nach Angaben der Taxigewerkschaft Sinditaxi ca. 8000 Taxifahrer teil. In Belo Horizonte, wo der Protest im Stadtzentrum stattfand, fordern Taxifahrer zudem, dass nur noch Einzelfahrer Fahrten über Apps anbieten dürfen, was Anbieter wie Uber vom Markt anschließen würde. Dazu trafen sich die Taxifahrer im Anschluss mit einem Vertreter der Stadt, um ihre Vorstellungen zu erörtern.

 

Quelle Text: Veja | Quelle Foto: FuturaPress