Der Bergbaukonzern Vale hat in 2015 einen Rekordverlust von 44,2 Mrd. R$ (ca. 8,5 Mrd. Euro) zu verzeichnen. In 2014 hatte Vale noch einen Nettogewinn von 954 R$ erzielt. Allein im 4. Quartal betrug der Verlust 33,156 Mrd. R$, im gleichen Quartal des Vorjahres betrug dieser 4,761 Mrd. R$.

 

Die Hauptursache für den gigantische Verlust sind die gefallenen Rohstoffpreise an den Weltmärkten, die Abschreibungen auf neu erworbene Anlagen im Ausland notwendig gemacht haben. Ebenso trug die Abwertung des Real gegenüber dem Dollar um 47% zu dieser Entwicklung bei.

Belastet wurde das Ergebnis auch durch die Umweltkatastrophe in Mariana, wo ein Dammbruch in einem Auffangbecken für Minenrückstände zur Kontamination eines Flusses und einer Küstenregion geführt hatte. 19 Menschen verloren durch die Schlammlawine ihr Leben. Die Strafzahlungen, die insgesamt bis zu 20 Mrd. R$ geschätzt wurden, fallen jedoch nun voraussichtlich geringer aus. Hinzu kommt, dass die betroffene Betreibergesellschaft Samarco nur 50% zu Vale gehört. Der andere Teil ist im Besitz der australischen BHP.

Die vorübergehende Stilllegung der Mine in Mariana konnte durch Verlagerung von Produktionskapazitäten auf andere Abbauregionen ausgeglichen werden. Vale rechnet nach wie vor mit hohen Aufwendungen für die Wiederherstellung der Mine, sieht aber die Auswirkungen jedoch insgesamt als begrenzt.

Vale investierte im Jahr 2015 insgesamt 8,4 Mrd. US$, 3,6 Mrd. US$ weniger als 2014. In laufende Projekte wurde statt 7,9 Mrd. US$ im Jahr 2014 in 2015 nur 5,5 Mrd. US$ investiert, was dadurch zustande kam, dass viele begonnenen Projekte abgeschlossen werden konnten, zudem machte sich hier die Abwertung des Real positiv bemerkbar.

Der Bruttoumsatz lag in 2015 bei 26,047 Mrd. US$, ein Rückgang um 12,189 Mrd. US$ im Vergleich zu 2014. Der Rückgang ist vor allem auf die gefallenen Rohstoffpreise zurückzuführen, Stahl (-8,614 Mrd. US$), Pellets (-2,030 Mrd. US$) und Nickel (-1,394 Mrd. US$).

Teilweise für der Rückgang mit höheren Absatzmengen ausgeglichen (+2,060 Mrd. US$). Die Abschreibungen auf Anlagen betrugen 18,846 Mrd. US$ in 2015 und damit 5,908 Mrd. US$ weniger als in 2014.

Ein Vertreter von Vale erklärte dazu:“ Wir haben durch den Rückgang der Rohstoffpreise mit zusätzlichen Herausforderungen zu kämpfen, die auch direkten Einfluss auf unseren Cash-Flow haben. Wir sind uns jedoch davon überzeugt, trotz diesen Rekordverlustes und diesen allgemein schwierigen Zeiten auf der Grundlage unserer operative Disziplin und unseres Mutes, die richtigen strategischen Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind“.

Zu Ende des Jahres 2015 betrug die Bruttoverschuldung des Unternehmens 28,853 Mrd. US$, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorquartal und relativ auf der gleichen Höhe wie Ende 2014. Nach der Zahlung der Dividenden in Höhe von 1,5 Mrd. US$ im Jahr 2015 betrug die Nettoverschuldung 25,234 Mrd. US$.

 

Quelle Text: GloboNews | Quelle Foto: BrasilToday