Das in Brasilien für Arbeitnehmer gesetzlich festgelegte 13. Monatsgehalt wird der Wirtschaft eine Kaufkraft von 173 Mrd. R$ bringen, schätzt das Institut für Statistik und Sozioökonomische Studien DIEESE. Die Zahl der Empfänger ist im Vergleich zu 2014 gesunken. Insgesamt berechtigt sind 84,4 Mio. Brasilianer gegenüber 84,7 Mio. in 2014.

 

Der Betrag von 173 Mrd. R$ liegt um 9,9% über dem Vergleichswert von 2014, als 158 Mrd. R$ ausgezahlt wurden. Auf der anderen Seite schätzt die DIEESE, dass die Zahl der Menschen, die das 13. Gehalt im Jahr 2015 erhalten um 0,3% niedriger ausfällt (etwa 300tsd. Menschen), was größtenteils durch die Verringerung der Zahl der Arbeitsplätze zu erklären ist. Insgesamt gingen bis Ende September 657.000 Jobs verloren.

Vom 13. Monatsgehalt zahlen 74% der Brasilianer fällige Schulden. Die Summe von 173 Mrd. R$ entspricht etwa 2,9% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und wird für alle festangestellten Arbeitnehmer einschließlich Hausangestellte bezahlt sowie für Rentner, Pensionäre und Menschen mit Sozialleistungsanspruch. Selbständige sind von der Leistung ausgeschlossen.

Der Gesamtdurchschnittswert der ausgezahlten Summe pro Arbeitnehmer beträgt 1.924 R$. Nach Beschäftigungssektor ergeben sich jedoch Unterschiede:

  • formellen Sektor: 2.451 R$
  • Dienstleistungsbereich: 2.796 R$
  • Industrie: 2.570 R$
  • Landwirtschaft: 1.497 R$
  • Rentner: 1.531 R$

Insgesamt erhalten Rentner und Pensionäre 51,5 Mrd.R$ (ca. 30%), und 121,7 Mrd.R$ (70%) auf Arbeitnehmer. Von den 84,4 Mio. Brasilianer, die von den Leistungen profitieren sind 33,6 Mio. oder 38,6% der Gesamtbevölkerung Rentner oder Pensionäre, die von der Sozialkasse INSS (Previdência Social) versorgt werden.

Der Anteil der Arbeitnehmer beträgt 50,8 Mio. , was 60,2% der Gesamtbevölkerung entspricht. Von diesen Arbeitnehmern sind 1.916 Mio. Hausangestellte, was einen Anteil von 2,3% aller Begünstigten ausmacht.

Nach Regionen aufgeteilt ergibt sich dieses Bild:

  • Süden: 15,6%
  • Südosten: 51,3%
  • Mittleren Westen: 8,6%
  • Nordosten: 15,9%
  • Norden: 4,9%
 

Quelle Text: GloboNews | Quelle Foto: BrasilToday