Die Zahl der Strafen für Wasserverschwendung im Großraum Sao Paulo sind im Dezember auf ein Rekordniveau gestiegen. Nach Angaben der Versorgungsgesellschaft Sabesp, die die Wasserversorgung in Sao Paulo kontrolliert, haben 14% der Verbraucher eine Nachberechnung von bis zu 50% wegen erhöhtem Wasserverbrauch erhalten.

 

Das war der höchste Wert, der aufgrund der Wasserkrise seit Einführung der Zusatztarife im Januar 2015 erreicht wurde. Im November waren noch 13% der Verbraucher betroffen.

Gleichzeitig gab die Sabesp an, dass 77% der Verbraucher den Wasserverbrauch reduziert haben. Ein Anteil von 64% hat es geschafft, in den Bereich der Bonusregelung für Wassersparen zu kommen. Im Dezember hatte die Sabesp die Malusregelungen verschärft und trotz Entspannung der Lage in einem besonders kritischen Wasserreservoir in Sao Paulo das Anreizsystem zum Wassersparen bis Ende des Jahres verlängert.

Verändert wurde vor allem der mittlere Wasserverbrauch pro Haushalt, der als Grundlage für die Berechnung von Straf- und Bonuszahlungen verwendet wird. Dieser wurde um 22% gesenkt. Betrug der Verbrauchswert beispielsweise 15m3 pro Monat, so liegt die neue Grenze nun bei 11,7m3 pro Monat.
Dadurch wird der Anteil der Bonusempfänger vermutlich deutlich zurückgehen.

Beibehalten wurden die generellen Bonusregeln. Wer den Verbrauch um 20% reduziert, erhält einen Bonus von 30%, bei 15-20% beträgt der Bonus noch 20%, bei 10-15% noch 10%.

 

Quelle Text: Valor | Quelle Foto: Flickr/Olli Henz