Brasilien will den Klimaschutzzielen näher kommen und hat weitere Maßnahmen angekündigt. Der Ausstoß von Treibhausgasen soll drastisch reduziert werden. Die Regierung beabsichtigt die Menge der klimaschädlichen CO2 Gase bis 2025 um 37 Prozent senken, bezogen auf die Menge von 2005.

 

Dies teilte Präsidentin Dilma Rousseff am 27.09.2015 vor der UN-Vollversammlung in New York mit. Dort sind die UN-Mitgliedsländer diese Woche zusammengekommen, um die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu verabschieden. Nach Angaben von Valor bekräftigte Dilma Rousseff vor der Generalversammlung, dass die Klima-Bestrebungen Brasiliens zukünftig die Agenda des Landes prägen werden.

Brasilien ist eines der wenigen Schwellenländer, was sich bei der Reduzierung von Emissionen zu festen Zahlen verpflichtet hat. Ein weiterer Beitrag für die Klimakonferenz im kommenden Dezember in Paris könne zudem sein, dass Brasilien seine Treibhausgase bis 2030 sogar um 43 Prozent, bezogen auf die Basis 2005 senke.

Um diese Ziele zu erreichen, will Brasilien den Mix seiner regenerativen Energiequellen weiter ausbauen. Derzeit ist das Land schon eines der saubersten weltweit, kämpft jedoch auch mit zunehmenden Schwierigkeiten, den Stromverbrauch durch Wasserkraftwerke sicherzustellen. Zuletzt wurde aufgrund von ausbleibenden Regenfällen verstärkt auf konventionelle klimaschädliche Stromerzeugung zurückgegriffen.

Nicht desto trotz soll der Anteil der regenerativen Energien bei der Stromerzeugung um insgesamt 23 Prozent steigen. Die Berechnung gilt explizit der Wasserkraft und umfasst ausschließlich Solar- und Windkraft sowie Biomasse und Ethanol.

Weitere Einsparungspotentiale werden in der Landwirtschaft gesehen. Wir investieren in eine Landwirtschaft mit einem geringem Kohlenstoffausstoss und haben die Regenwaldabholzung bereits um 82 Prozent zurückgefahren, so Dilma Rousseff bei ihrer Rede vor der UNO.

 

Quelle Text: Valor | Quelle Foto: