Der Verband der Fahrzeughersteller Anfavea gab bekannt, dass die Produktion von Fahrzeugen im Januar um 29% im Vergleich zu 2015 eingebrochen. Insgesamt wurden 145.100 Fahrzeuge hergestellt, das war ein leichter Anstieg vom 1,6% zum Dezember des Vorjahres.

 

Die Produktion von PKW, leichten LKW und Bussen in Brasilien begann damit im neuen Jahr mit einem weiteren Rückgang. Zugelassen wurden im Januar 2016 22,8% weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Ausgeliefert wurden 145.100 Fahrzeuge gegenüber 213.000 Fahrzeugen im Januar 2015, ein Rückgang um 29,3%.

Zuletzt erreicht wurde dieses niedrige Niveau im Jahr 2003. Zurückzuführen ist der Produktionsrückgang auch auf Maßnahmen der Hersteller, den Bestand an auf Halde produzierter Fahrzeuge nicht weiter anwachsen zu lassen. In den Autohäusern stehen bereits ca. 254.000 Autos die keinen Abnehmer finden. Die aktuellen Verkaufszahlen vorausgesetzt, dauert es 49 Tage bis diese Menge an Fahrzeugen verkauft ist. Normalerweise kalkuliert die Industrie mit maximal 30 Tagen.

Im Dezember 2015 wurden 142.800 Autos produziert, so dass sich im Januar 2016 ein leichter Anstieg von 1,6% ergab.

Verkäufe
Die Neuzulassungen gingen insgesamt um 38,8%, ein desaströses Ergebnis, was allerdings nicht überraschend kommt. Ein Vertreter des Automobilverbandes sagte: Der Rückgang war zu erwarten, wenn man sich die ersten neun Monate des vergangenen Jahres anschaut. Es gibt immer noch Fahrzeuge aus dieser Zeit, obwohl großzügige Rabatte eingeräumt wurden.“
Nachdem die von der Regierung ausgesetzte Steuer auf Industrieprodukte IPI zum 01. Januar 2016 wieder eingeführt wurde, gibt es immer noch zahlreiche Fahrzeuge die weiterhin mit hohen Abschlägen verkauft werden.

Entlassungen
In einem Jahr haben ca. 14.800 Arbeiter in der Automobilindustrie ihre Jobs verloren. Momentan sind in allen Produktionsstätten noch 129.400 Mitarbeiter beschäftigt, gegenüber 144.200 Mitarbeitern im Januar 2015. Damit beträgt der Rückgang der Beschäftigung 10,2%. Gleichzeitig wurden 41.900 Arbeiter auf Kurzarbeit gesetzt, davon 6.300 im Rahmen von betriebsbedingten Ruhezeiten und 35.600 in staatlichen Arbeitsschutzmaßnahmen, um eine Entlassungswelle zu verhindern.

Ausblick
Für 2016 rechnet die Anfavea mit einem Anstieg der Produktion von 0,5%, vor allem bedingt durch leichte LKW und Busse auf insgesamt 2,44 Mio. Einheiten. Die Fahrzeugneuanmeldungen werden hingegen um 7,5% fallen. Ein Teil der Produktion ist für den Export bestimmt, der nach Angaben des Herstellerverbandes um 8,1% gegenüber 2015 zulegen wird.

 

Quelle Text: GloboNews | Quelle Foto:

Dein Kommentar