Die Abholzung des Regenwaldes im Amazônia Legal genannten Gebiet, was sich über neun brasilianischen Bundesstaaten erstreckt, hat im Zeitraum August 2014 bis Juli 2015 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 16 Prozent zugenommen. Dies gab die Umweltministerin Izabella Teixeira am 26.11.2015 bekannt.

Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 5.831 km2 Wald abgeholzt.  Zwischen 2013-2014 waren es noch 5.012 km2 gewesen.

Der Bundeststaat Amazonien verzeichnete hierbei mit einem Plus von 54 Prozent den größten Zuwachs, gefolgt von Rondônia (+41%) und Mato Grosso (+40%). In den Bundesstaaten blieb die Quote relativ stabil oder ging sogar teilweise etwas zurück. Die Abholzungsaktivitäten im Amazônia Legal werden durch das nationalen Instituts für Sonderstudien (Inpe) überwacht und festgehalten.

Als bereits entwaldete Flächen, die über keinen Baumbestand mehr verfügen werden im Rahmen des Projekts Gebiete mit einer Größe von mehr als 6,25 Hektar definiert. Die Berechnung der Entwaldungsrate basiert auf der Kartierung und Auswertung von Satellitenbildern. Die Ministerin merkte dazu an: „Was auffällt, ist, dass die Abholzung wieder in großem Stil voranschreitet, was allem dem zuwider läuft, was wir bislang unternommen haben, in einem Jahr, in dem wir unsere Überwachungsmaßnahmen um 30 Prozent erhöht haben.“.


Quelle Text: Agência Brasil | Quelle Foto: BrasilToday