Der Finanzbeirat der Regierung CMN (Conselho Monetário Nacional) hat die Regeln für Pension- und Investmentfonds gelockert, um diesen zu ermöglichen Ihre Geld einfacher in Anleihen zur Finanzierung von Infrastruktur anzulegen.

 

Diese Institutionen dürfen nun mehr Wertpapiere dieser Anlagenklasse in ihr Portfolio aufnehmen, da 30% der Schuldverschreibungen durch vom Unternehmen zu hinterlegende Sicherheiten in Form von Staatsanleihen gedeckt sind und die Unternehmen, für diese Schuldverschreibungen bereits Gelder vom Staat für die Investitionen erhalten haben. Die brasilianische Wertpapieraufsicht muss jedoch noch einige technische Details vor Beginn dieser Transaktionen klären.

Diese Form der Infrastrukturfinanzierung über die Ausgabe von Schuldverschreibungen geht auf das Jahr 2011 zurück. Unternehmen, die Straßen, Eisenbahnenstrecken, Häfen, Dämme usw. bauen, können diese Wertpapiere auflegen und am Finanzmarkt platzieren.

Anschließend müssen für die Laufzeit Zinszahlungen an die Gläubiger geleistet werden.  Gleichzeitig unterliegen diese Schuldverschreibungen einer geringeren Besteuerung.

Pensions- und Investmentfonds verfügen über Vermögenswerte von insgesamt 1,1 Bill. R$, die theoretisch für langfristige Investitionen in Infrakstrutur bereitstehen, aber gesetzlichen Vorgaben unterliegen. Bisher konnten die Fonds bis zu 20% dieser Mittel investieren. Diese Grenze wurde nun auf 80% angehoben. Für Investmentfonds wurde die Grenze von 30% auf 75% erhöht.

Weiterhin wurde die Investitionsbeschränkung bezogen auf Unternehmensbranchen quasi aufgehoben. Bisher konnten lediglich 25% der Mittel in einen Sektor investiert werden. Mit der Neuregelung sind dies 100%.

Ernesto Costa, Koordinator für den Bereich Versicherungen und Pensionsfonds des Finanzministerium,  sagte, dass die Schuldverschreibungen der Unternehmen nicht von der Regierung garantiert sind, aber die Staatsanleihen, die der Emittent als Sicherheit hinterlegen muss. Auf diese Anleihen hat das Unternehmen keinen Zugriff, so lange die Rückzahlung nicht vollständig geleistet wurde.

Die Absicht der Regierung ist es, das Risiko der Fonds in Grenzen zu halten und gleichzeitig die Platzierungsmöglichkeiten für Infrastrukturanleihen zu verbessern.  In den nächsten Platzierungsrunden für Konzessionen, werden diese neuen Regelung angewendet werden. Die Unternehmen werden ausserdem mehr Ressourcen der Entwicklungsbank BNDES bekommen.

Weiterhin erhöhte die CMN die Fördergrenze von BNDES Krediten für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro von 2,8 Mrd. R$ auf 3,6 Mrd. R$.

 

Quelle Text: Folha de S.Paulo | Quelle Foto: Flickr/Mário Monte Filho