Die brasilianische Regierung hat den Termin für die Versteigerung von Konzessionen für insgesamt 29 Wasserkraftwerke vom 6. November auf den 25. November 2015 verschoben. Offiziell möchte man mit diesem Schritt weiteren Interessenten die Gelegenheit bieten, an der Auktion teilzunehmen und hofft so durch mehr Bieterwettbewerb den Erlös zu erhöhen. Einige potentielle Bieter hatten sich beschwert, dass die Vorbereitungszeit zu kurz wäre, um Finanzierungsmodelle mit Banken zu besprechen.

 

Das Ministerium für Bergbau und Energie erklärte dazu: „Die Verschiebung der Versteigerung kann helfen, eine stärkere Beteiligung der interessierten Bieter an der Ausschreibung zu erreichen, die möglicherweise zu  mehr Wettbewerb bei der Auktion und zu positiveren Effekten führt.

Brasilien benötigt die Einnahmen, um das drohende Haushaltsdefizit für 2015 abzufedern. Insgesamt erwarten man Privatisierungserlöse von bis zu 17 Mrd. R$.

Den Großteil dieser Einnahmen möchte man durch die Versteigerung von drei großen Wasserkraftwerken generieren. Insgesamt werden 29 Anlagen angeboten, die bereits in Betrieb sind und deren Konzessionen in Kürze ablaufen. Kritisch gesehen werden kann die weitere Entwicklung der Wasserkraft zur Energiegewinnung. Durch anhaltende Dürren könnten die Stromerzeugung aus Wasserkraft in Zukunft weniger stark wachsen oder sogar zurückgehen.

 

Quelle Text: GloboNews | Quelle Foto: Flickr/Deni Williams